„Die Corona-Pandemie ist wahrscheinlich die mit Abstand größte Herausforderung unserer Gesellschaft seit dem Ende des zweiten Weltkriegs. Das Virus und seine Verbreitung stellen unser Gesundheitssystem, unsere Volkswirtschaft und unsere Gesellschaft vor eine nie dagewesene Belastungsprobe. Das gesundheitliche Risiko ist besonders für Menschen mit Vorerkrankungen und für Ältere hoch. Zwar wird weltweit intensiv nach Impfstoffen geforscht, doch ist bisher nicht absehbar, zu welchem Zeitpunkt diese oder etwa geeignete Medikamente zur Verfügung stehen. Um insbesondere eine Überforderung unserer Kliniken zu verhindern, ist es deshalb das absolut vorrangigste Ziel, den Anstieg der Infektionen deutlich zu verlangsamen.

Mein Dank gilt in dieser besonderen Situation für unser Land all jenen, die sich für ihre Mitmenschen einsetzen und die Gesellschaft weiter am Laufen halten: Allen Ärzten, Pflegern und Krankenschwestern im Gesundheitssystem, allen Menschen, die die Grundversorgung aufrecht erhalten, und denen, die weiterhin für die öffentliche Ordnung sorgen. Mein Dank gilt auch allen Eltern, Familien, den Schulen und den Verwaltungen, die die Extremsituation bisher gut gemeistert haben.

Mit den jüngst nochmals verschärften Regelungen zum Kontaktverbot, der Schließung von Restaurants sowie der Notfallbetreuung in Schulen und Kitas handelt Hessen entschlossen und weitreichend. Ich freue mich sehr, dass es gelungen ist, alle wesentlichen Maßnahmen bundesweit abzustimmen und hoffe, dass damit die Welle der sprunghaft ansteigenden Infektionen abgeflacht werden kann. Wir zeigen damit, dass unser föderal strukturierter Staat auch in der Krise handlungsfähig ist!

Die CDU-Landtagsfraktion wird die Landesregierung bei ihrem entschlossenen Handeln unterstützen und weiter alles tun, was notwendig ist, um die Auswirkungen der Krise auf die hessischen Unternehmen und die Sicherung der Arbeitsplätze zu minimieren. Dazu stellen wir ein Sondervermögen in Höhe von 2 Milliarden Euro und weitere Hilfen bereit.“

Hintergrund

Für den Schutz der Bevölkerung zählt jeder Tag. Man sollte die eigene Wohnung nur bei einem triftigen Grund verlassen. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern und die Wahrnehmung des Sorgerechts im jeweiligen privaten Bereich, Handlungen zur Versorgung von Tieren, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft - dies aber maximal zu zweit oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt. Wo immer möglich, soll ein Mindestabstand zu anderen Personen von 1,5 Metern eingehalten werden.

Weiterhin gilt das Verbot von Veranstaltungen, die Schließung öffentlicher Einrichtungen. Wir mussten die Besuchsrechte in Altenheimen und Krankenhäusern einschränken, außer für engste Angehörige im Sterbefall und bei der Geburt. Es gibt keinen Anlass für Hamsterkäufe, weil der Lebensmittelhandel weiter gehöffnet haben wird, wird es keine Engpässe bei der Versorgung geben. Jeder kann sich anstecken, es geht daher weiter um die Solidarität mit den Risikogruppen. Daher der Rat: Bleiben Sie zu Hause. Gehen Sie nur in Ausnahmefällen raus. Dies ist nach Meinung aller Experten die einzige Möglichkeit, um die Ausbreitung des Virus zu verlangen. Wir haben es selbst in der Hand. Wenn sich alle an die Vorgaben halten, werden wir schneller wieder die Chance haben, in einen Normalzustand kommen.

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